Piercings

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Körperschmuck - Piercings

Auch wenn viele der Meinung sind, so hat das Piercen im Grunde nur wenig mit einer Modeerscheinung zu tun, denn gepierct wird schon seit Jahrhunderten. Der Begriff „Piercing“ kommt aus dem englischen und wird von „to pierce“ abgeleitet, was zu Deutsch so viel wie „durchbohren“ oder „durchstechen“ bedeutet. Beim Piercing handelt es sich um eine Bodymodifikation, bei der der Körper mit Ringen oder Stäben geschmückt wird. Die beliebtesten Stellen sind die Ohren, Bauchnabel, Nasen und Lippen, doch im Grunde kann nahezu jede Stelle gepierct werden, die einem gefällt und es anatomisch möglich macht. Hierzulande ist ein Piercing ein sichtbares Statement, auch wenn man es auf den ersten Blick nicht sieht. Es steht für Individualität, Selbstbewusstsein und sticht aus dem manchmal sehr eintönigen Mainstream heraus.

Die Geschichte des Piercens

Was für viele ein neumodischer und vielleicht auch seltsamer Trend ist, ist in Wirklichkeit eine jahrhundertealte Tradition, die es schon 7000 Jahre vor Christus gab, wie entsprechende Belege und Zeichnungen verraten.

Während das Piercen hierzulande erst um die 1990er richtig populär wurde und rein für die Verbesserung der Ästhetik und teilweise auch der Steigerung sexueller Lust geschieht, hatte es auf anderen Flecken der Erde wichtige kulturelle Funktionen. In Mittelamerika wurden Ohren, Zungen, Wangen und Genitalien gepierct, um Opfergaben darzustellen und eine innere Reinigung zu vollziehen. In Indien ist es so, dass durchstochene Ohrläppchen und Nasenflügel vor Krankheiten schützen sollen. Sie werden im Kindeshalter im Rahmen des Karnavedha-Rituals gestochen.

Bevorzugte Materialien

Damit man lange Freude an seinem Piercing hat, ist das richtige Material sehr wichtig. Während zum Beginn meistens natürliche Stoffe wie Holz oder Knochen genutzt wurden, kannst Du heute auf eine viel größere Auswahl zurückgreifen, sodass Du nicht nur Deinen eigenen Stil verfolgen kannst, sondern auch das für Dich beste Material bekommen kannst. Während die einen am liebsten Titan als Ernstschmuck verwenden, ist für andere PTFE die Wahl. Dies ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig. Gerne genommen werden medizinischer Edelstahl 316L , aber auch Platin, Titan und hochkarätiges Gold sind die Stoffe. Sie sind nicht nur hochwertig und besonders hautverträglich, sondern sehen dazu auch noch sehr edel aus. Vorbei ist die Zeit vom „ollen Metall im Körper“. Andere Materialen, die in den letzten Jahren den Markt erobern sind beispielsweise Acryl, Glas, Horn sowie PTFE, Silikon oder Holz.

 

Die populärsten Piercingstellen

Ohrpiercing

Das Ohr im ganzen ist das wohl beliebteste Piercing hierzulande. Viele Menschen tragen Ohrlöcher, die sie beim Juwelier bekommen haben, wenigen ist bewusst, dass es sich auch hierbei um ein Piercing handelt. Direkt danach kommt das Helix, welches durch den oberen Ohrrand gestochen wird. Auch das Tragus (Knorpel vor dem Gehörgang) oder das Anti-Helix (Richtung Kopfbereich) sind sehr beliebte Stellen.

Bauchnabelpiercing

Das Bauchnabelpiercing wird meistens durch das obere kleine Fältchen gestochen. Andere Varianten werden unterhalb gesetzt oder bilden unterschiedliche Muster durch Kombinationen der einzelnen Varianten.

Lippenpiercing

Lippenpiercings gibt es unzähligen Variationen. Zu den klassischen gehört das Labret, welches durch die Unterlippe gestochen wird. Doch auch das Lippenbändchenpiercing, das Madonna (seitlich über der Oberlippe) und das Medusa (zentriert über der Oberlippe) sind sehr angesagte Variationen.

Nostrilpiercing

Das Nasenpiercing, das durch den Nasenflügel gestochen wird, gehört zu den ältesten der Welt. Das Septum ist mittlerweile ebenso gerne genommen. Vor allem deswegen, weil es durch das Hochklappen nahezu unsichtbar wird.

Brustwarzenpiercing/Intimpiercing

Diese Piercings können sowohl als rein ästhetischen, aber auch aus Luststeigernden Gründen gestochen werden. Welche Funktion das Piercing hat, hängt von der gewählten Stelle ab. Hierbei entscheidet auch oft die Anatomie über die Möglichkeiten. Beliebte Stellen bei Frauen sind Christinas (durch den Venushügel), Klitorisvorhaut- und Schamlippenpiercings. Bei den Herren steht das Prinz Albert hoch im Kurs. Es wird senkrecht an der Unterseite des Penis angesetzt. Der Stichkanal führt durch das Vorhautbändchen und die Harnröhre. An der Öffnung der Harnröhre findet sich das Ende des Piercings.

Dermal Anchor/Skin Diver

Der Dermal Anchor (auch Mircodermal genannt) und der Skin Diver sind Oberflächenpiercings, die die punktgenaue Platzierung ermöglichen und deswegen unter anderem gerne zur Verschönerung eines Tattoos gesetzt werden. Beide haben eine Platte, die unter die Haut gesetzt wird und dort festwächst. Der Unterschied ist, dass der Aufsatz des Dermal Anchors auswechselbar ist, während der Skin Diver dies nicht ermöglicht.

Piercingschmuck – welcher Schmuck für Stelle X

So viele verschiedene Piercingstellen wie es gibt, so unterschiedliche Schmuckformen gibt es. Die Erfahrung hat gezeigt, dass manche Körperstellen aufgrund ihrer Anatomie einen gewissen Schmuck brauchen, damit das Piercing nicht zickt oder herauswächst.

Um Dir einen Überblick über den richtigen Schmuck zu geben, haben wir uns für die folgende Auflistung entschieden:
Straight Barbell (gerader Stab mit zwei Kugeln): Zunge
Curved Barbell (leicht gebogener Stab mit zwei Kugeln): Augenbraue, Bauchnabel, Intim, Ohr
Circular Barbell (Hufeisen-Form): Lippe, Intim, Ohr, Nase, Brustwarzen
Surface Bar (Barbell mit gewinkelten Enden): speziell für Oberflächenpiercings entwickelt
Ball Closure Ring (geschlossener Ring mit oder ohne Kugeln): Brustwarze, Ohr, Lippe, Intim
Labret-Stecker (Stecker mit einer flachen Seite): Wange, Lippen, Ohr
Flesh-Tunnel (großes Loch in der Mitte): Hauptsächlich Ohr, aber auch Intim
Plug (für geweitete Piercings, ohne Loch in der Mitte): rund, scheiben- oder zylinderförmig für Ohr oder Intim
Retainer: Durchsichtiger Stecker, der den Stichkanal offen halten soll ohne ihn offensichtlich zu zeigen (z.B. aus beruflichen Gründen)
Nippleshield (wird mit Barbell gehalten): Brustwarze
Prince's Wand: Stift, welcher in die männliche Harnröhre eingeführt wird und durch ein Prinz-Albert-Piercing gehalten wird
Fake-Piercings: Sehen aus wie Dehnstäbe, Dehnschnecken oder Plugs, haben aber einen Steg mit normaldicker Lobegröße
Spiralen (gedrehte Stäbe): Ohr, Lippe, Intim
Expander/Dehner: Temporär genutztes Werkzeug, um Piercings zu dehnen. Sie gibt es in Stab oder Schneckenform

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